Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wesselburen Stadt

-Mitgliederzuwachs und Fahrzeugbeschaffung lassen hoffen-

Wehrführer Christoph Paap freute sich über ein volles Haus. So konnte er neben den Kameraden der Feuerwehr, Alters- und Ehrenabteilung und der Jugendfeuerwehr in diesem Jahr auch den Bürgermeister Heinz-Werner Bruhs und den stellvertretenden Amtswehrführer Martin Rathje. Weitere Gäste waren die Stadtvertreter Gunther Gust und Bernd Starke, der Vorsitzende des Boßelvereins Hauke Hinz, passiver Kassenprüfer Frank Rathje, sowie der Vorsitzende des DRK-Ortvereins Gerhard Fenske.

Der Versammlungsraum platzte fast aus allen Nähten. Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wesselburen zeichnete sich die derzeit sehr gute Mitgliederentwicklung deutlich ab. Zum Ende des vergangenen Jahres gab es sechs Neueintritte, sodass das Jahr 2017 mit einer erfreulichen Mitgliederzahl von 56 Kameradinnen und Kameraden starten konnte. In Anbetracht des Durchschnittsalters von 37 Jahren kann man derzeit von einem gesunden Mitgliederstand in der FF Wesselburen sprechen.
Von diesem Durchschnitt kann der DRK-Ortsverein, so Fenske, nur träumen. Dort gäbe es seit längerem Mitgliedermangel, sodass bereits 2016 die Blutspendeaktion nicht mehr mit eigenen Kräften durchgeführt werden konnte. Daher finden seit dem vergangenen Jahr die Blutspendeaktionen in den Räumen der FF Wesselburen statt. Fenske spricht den Kameradinnen und Kameraden sowie den Partnerinnen und Partnern einen Dank aus. So könne ein wichtiger Termin erhalten werden und er könne, in dem Wissen gut ausgebildeter und engagierter Feuerwehrleute, weiterhin beruhigt schlafen.
Profitiert vom Engagement der FF Wesselburen, auch außerhalb des eigenen Bezirks, hat auch der Boßelverein „Achtung Wesselburen“. Bei der vergangenen Landesmeisterschaft im Boßeln und dem Hauptverbandsfest half die FF Wesselburen bei der Verkehrsregelung und Brandwache aus. Hauke Hinz bedankte sich für für den kameradschaftlichen Einsatz der Wehr mit einer kleinen Spende für die Kameradschaftskasse.
Wehrführer Christoph Paap zeigte sich ebenfalls begeistert vom Einsatz der eigenen Kameraden und sprach einen Dank denjenigen Kameraden aus, die sich im erhöhten Maße, auch außerhalb der üblichen Dienstzeiten, um Fahrzeuge und Geräte kümmern. Ebenfalls positiv wurde erwähnt, dass die Partnerinnen und Partner hinter den Kameraden stehen und viele Aktionen durch Kuchenspenden und persönlicher Mithilfe ausschlaggebend unterstützen.

2016 war laut Wehrführer Paap ein rasantes Jahr. Neben den 45 Einsätzen, den Übungsabenden und den Vorstandssitzungen, nahmen die Kameraden auch an diversen Lehrgängen auf Amts-, Kreis- und Landesebene teil. Hinzu kam noch die Umstellung auf die neue Einsatzkleidung mit den ersten 15 Garnituren sowie den ersten Planungen zur Fahrzeugbeschaffung in 2018. Die „alte Lady“, das über 30 Jahre alte LF 8, wird im nächsten Jahr durch ein neues HLF10 ersetzt. Der Wehrführer war positiv überrascht über die hohe Anzahl der Stadtvertreter bei den Fahrzeugvorführungen und freute sich über das Interesse bei der Suche der „eierlegenden Wollmilchsau“. Das neue Fahrzeug soll nämlich möglichst funktional und auf die Bedürfnisse der örtlichen Wehr abgestimmt sein. Da der Nachfolger etwas größer als das Vorgängermodell ausfallen wird, müssen auch in Zukunft weitere Kameraden den Führerschein der Klasse C erwerben, um die Verfügbarkeit von Fahrern zu den Tages- und Nachtzeiten gewährleisten zu können.

Es folgten die Tätigkeitsberichte der Jugendfeuerwehr, des Atemschutzgerätewartes, des Funkwartes, des Sicherheitsbeauftragten, des 1. Koch der Feldküche sowie des Festausschusses. Deutlich wurde, dass die Technik im vergangenen Jahr eine große Rolle spielte. So wurde die Atemschutzüberwachung in Papierform auf Tablet umgestellt, was eine unkomplizierte Übertragung auf den Computer und Absicherung der Daten ermöglicht. Der Sprechfunk wurde 2016 ebenfalls digitalisiert. Bei drei Funkübungen auf Amtsebene wurde das Digitalfunknetz im Umkreis erprobt. Die aufgedeckten Schwachstellen in Form von Funklöchern sollen in Zukunft durch weitere Masten abgedeckt werden.

Verabschiedung von Klaus Rüdiger Drews in die Ehrenabteilung

Geehrt werden Martin Wendt, Domenik Schröder, Carsten Stürzebecher

Nach den Berichten folgte die Verabschiedung von Klaus Rüdiger Drews in die Ehrenabteilung. Die Wehrführung bedankt sich für die, über 30 Jahre, geleistete Arbeit und übergab dem neuen Ehrenmitglied ein Präsent und eine Urkunde.
In den darauffolgenden Wahlen wurden Sascha Meister als stellv. Kassenwart sowie Danny Behnke und Stefan Würffel als Kassenprüfer gewählt.
Bei dieser Jahreshauptversammlung gab es eine große Zahl an Ehrungen und Beförderungen. Geehrt wurden für langjährige Mitgliedschaft: Carsten Stürzebecher und Martin Wendt (10 Jahre), Dominik Schröder (20 Jahre) und Horst Kröger (25 Jahre). Kamerad Kröger bekam für seine langjährige Arbeit das Brandschutzehrenzeichen Silber am Bande vom stellv. Amtswehrführer Martin Rathje verliehen. Ebenfalls wurde ihm ein Wappen der Stadt Wesselburen überreicht.
Ganz besonders war die Ehrung der Ehrenmitglieder. Unglaubliche 290 Jahre Mitgliedschaft vereinten sich auf einem Schlag mit den Kameraden Helmut Struve (30 Jahre), Henning Stöven (40 Jahre), Bernd Neumann (40 Jahre), Hubertus Rogalla von Bieberstein (50 Jahre), Horst Matzick (60 Jahre) und Hans Willi Lohse (70 Jahre!).
Aufgrund ihrer bestandenen Lehrgänge wurden folgende Kameraden befördert: Kenneth Schulze (OFM), Stefan Bornholt (HFM), Nadine Kukielka (HFF), Marven Schlüter (HFM***), Thorsten Nitsch (HFM***) Guido Rodenhagen (LM) und Torben Nicolay (BM).

Stellvertretener Amtswehrführer Martin Rathje

Die Grußworte wurden ausgesprochen. Zuerst die des Bürgermeisters Heinz-Werner Bruhs. Er lobte die gut vorbereitete Versammlung und die gute Kameradschaft, freute sich über die vielen Neueintritte und den hervorragenden technischen Stand der Wehr sowie über die mehr als durchschnittlich gute Ausbildung innerhalb der Feuerwehr.
Anschließend erhielt der stellv. Amtswehrführer Martin Rathje das Wort. Er nutzte die Gelegenheit, um noch einmal die Vorteile des Digitalfunk zu erwähnen, auch wenn es in einigen Situationen noch Schwachstellen gäbe, die weiterhin ausgetestet und beseitigt werden müssen. Erwähnt wurde ebenfalls die Ehrenamtskarte, mit der die Kameraden Vergünstigungen in teilnehmenden Geschäften bekommen können, und dass neuerdings auch Jugendfeuerwehrmitglieder diese Vorteile nutzen können.

Das Schlusswort hielt der stellv. Wehrführer Torben Nicolay. Trotz der aktuell guten Mitgliederzahl und der Neueintritte würde auch in der Zukunft Mitgliederwerbung notwendig sein, da durch Übertritte in die Ehrenabteilung die Mitgliederzahl der Einsatzabteilung auch zeitnah wieder sinken könnte.
Aufgrund des technischen und personellen guten Standes ist die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Wesselburen Stadt für 2017 jedoch sichergestellt.